7 Schritte zum Aufwachen

7 Schritte - Einleitung

Das Aufwachen ist jetzt möglich, in diesem Leben

Immer mehr Menschen erfahren diese grundlegende Transformation, die „Erleuchtung“ oder Aufwachen“ genannt wird. Es scheint so zu sein, dass es früher eher die Pioniere der Menschheit waren, die aufwachten oder Erleuchtung fanden und dass es heute, aus welchen Gründen auch immer, jedem möglich ist, aufzuwachen. Inzwischen verbindet sich jahrhundertealtes spirituelles Wissen mit den Erkenntnissen und Erfahrungen der Psychologie, sodass das Wissen über die Bedingungen dieser Transformation anwächst. Dennoch werden von den einzelnen Lehrern, die auch verschiedene Wege vertreten, immer nur einzelne Momente hervorgehoben. Die folgenden „Sieben Schritte zum Aufwachen“ sind die Quintessenz aller spirituellen Wege, die der Form nach verschieden, doch eigentlich nur ein einziger Weg sind.

Es gibt ganz offensichtlich einen Prozess, der zum Aufwachen führt. Es scheint eine Bewegung dahin zu geben, dass jeder, der sich dem inneren Prozess zuwendet, beginnt oder bereits begonnen hat, Erfahrungen von Stille und Leere zu machen, die er vorher nicht kannte. 

Viele sagen, dass es ihnen leichter fällt, diese innere Stille und die Stille des Verstandes zu erleben, wenn sie in der Anwesenheit eines Lehrers und einer unterstützenden Gruppe sind. Diese Erfahrungen nehmen zu. Du wirst innerlich stiller, Du wendest dich mehr dem Strom des Lebens zu und weniger den Gedanken und dem Lärm im Kopf. Du bist in der Lage, mehr Gefühle zu erfahren und zu tragen.

Das ist ein Prozess und dennoch ist das Aufwachen selbst dann ein plötzlicher Moment. In diesem Moment des Aufwachens fällst Du in das Bodenlose und danach ist nichts mehr so ist wie es vorher war.

Was dabei geschieht ist offensichtlich eine tiefgreifende Veränderung der ganzen seelischen Struktur. Die ganzen Vorstellungen, Phantasien und Wahrnehmungsbezüge verändern sich. Es gibt plötzlich kein Zentrum mehr, kein Ich mehr, auf das alle Wahrnehmungen bezogen wären.

Das hat zur Folge, dass der Verstand zu einem großen Teil der Zeit vollkommen still ist. Und wenn der Verstand still ist - wenn er ganz still ist - dann erfährst Du das, was immer da ist: Frieden, Stille, Glückseligkeit. Du erfährst eine Glückseligkeit, die nicht so sehr einem Sturzbach ähnelt, sondern mehr einem Ozean, und gleichzeitig einem exstatischen Feuerwerk, einem Feuerwerk ohne Anfang und ohne ein Ende.

Auch nach dem Aufwachen gibt es einen Prozess. Das Aufwachen ist ein Ende und ein Anfang. Nach dem Aufwachen gibt es einen Prozess der Vertiefung. Es ist auf das gleiche zu achten wie vor dem Aufwachen. Wenn man sich dieser Vertiefung öffnet, geschieht der weitere Prozess dann in einer großen Geschwindigkeit.

Es kann auch passieren, dass jemand nach dem Aufwachen nach einiger Zeit wieder einschläft und die bekannte Struktur wieder aktiviert. Dann ist für ihn das Aufwachen nur eine vorübergehende Erfahrung gewesen, über die er am Lagerfeuer berichten kann.

Viele bewegt die grundlegende Frage, ob etwas getan werden kann, um diesen Prozess zum Aufwachen zu unterstützen oder zu beschleunigen. Kannst Du etwas tun?

Erfahrungen aus der Arbeit mit Menschen, Erkenntnisse aus eigenen Forschungen, das persönliche Wissen und die Erfahrung des Aufwachens haben mich erkennen lassen, dass es einige Aspekte gibt, die es zu beachten lohnt. Diese Aspekte lassen sich in sieben grundlegenden Schritten darstellen und zusammenfassen. Diese sieben Aspekte genau zu untersuchen ist hilfreich, um der Wahrheit näher zu kommen, um Frieden und Freiheit zu erfahren. Die sieben Schritte zu durchlaufen kann den Prozess, der zum Aufwachen führt, hilfreich unterstützen und verstärken. Es sind Schritte des Loslassens, nicht des uns. Es ist jenseits des Tuns und des Nicht-Tuns. Du öffnest Dich für die Gnade, aber Du bist nicht derjenige, der ein Aufwachen „machen“ könnte.

Verschiedene Lehrer haben einzelne dieser Schritte hervorgehoben. Der Nutzen dieser „Sieben Schritte“ liegt vor allem darin, dass jeder Suchende genauer entdecken kann, wo seine eigenen Hindernisse auf dem Weg, der kein Weg ist, liegen. Der eine ist vielleicht in seinem Körper noch zu blockiert, der andere hat es noch schwer, sich mit der Vergangenheit auszusöhnen, der dritte hat vielleicht Schwierigkeiten, die Gefühle und inneren Erfahrungen  wahrzunehmen, die jenseits der Körperempfindungen sind.

Der erste Schritt

Der erste Schritt

Der bedingungslose Wunsch nach Freiheit

1) Die Wünsche und Ziele erkennen

Der erste Schritt besteht darin, dir immer wieder Rechenschaft abzugeben über deine Wünsche und Ziele. Anhand einiger Fragen kannst Du diese erforschen:

  • Was will ich?
  • Was ist mir wirklich wichtig?
  • Worin besteht der Sinn meines Lebens?
  • Was wäre so wichtig, dass ich dafür mein Leben einsetzen würde?

Anhand dessen, was Du tust und was sich in deinem Leben abspielt, kannst Du oftmals indirekt entdecken und - wenn Du ehrlich und offen bist – erforschen, welche Ziele dein Leben und den Fluss deines Lebens bestimmen. Es können bewusste oder unterbewusste, allgemeine oder spezielle Ziele auftauchen. Es gibt materielle, psychische und geistige Ziele: ein neues Auto, der Wunsch nach Sicherheit und Anerkennung oder ein Bedürfnis nach Zusammenhang und Erklärung als ein geistiges Anliegen.

Du kannst deine Wünsche, deine Vorlieben, dein Anhaften untersuchen und dich fragen: „Wo und für was verkaufe ich mich?“

Es gibt zwei wichtige Fragen, die dir helfen zu entdecken, ob Du dich für einen Wunsch verkaufst oder an etwas anhaftest: „Was bin ich bereit dafür aufzugeben?“ Du kannst dich auch fragen: „Was würde ich dafür hergeben?“ Die tiefer führende Frage lautet dann: „Was will ich damit erreichen? Wenn ich es erreicht habe, was soll es mir geben?“ Als Antwort zeigt sich der Wunsch hinter dem Wunsch, die Intention des Wunsches.

Der Mensch leidet darunter, dass er sich der Ziele und Wünsche seines Lebens nicht bewusst ist, mehr noch, dass diese Ziele sich ständig widersprechen und Konflikte erzeugen. Es ist heilsam, sich zu fragen: „Was ist mir wirklich wichtig? Was ist mir so wichtig, dass ich bereit wäre, dafür mein Leben einzusetzen?“
Was aber könnte wichtiger sein, als zu erkennen, wer Du wirklich bist, und als Frieden und Freiheit zu finden? Was aber könnte wichtiger sein, als der Wunsch das Leid zu beenden? Was bewegender als die Sehnsucht nach Frieden und Liebe? Wenn dir Freiheit, Frieden und Liebe wichtiger sind als alles andere, bist Du in der Lage die normalen Konditionierungen zu beenden.

Erst, wenn Du aufhörst, dem Angenehmen hinterher zu rennen und den Schmerz und die Angst zurückzuweisen, wirst Du in der Lage sein deine Konditionierungen zu beenden. Nur dann. Solange Du – bewusst oder unterbewusst - immer damit befasst bist, das Angenehme zu wollen und dem Unangenehmen zu entkommen, wirst Du beständig im Kampf mit dem sein, was ist. Wenn Du den Kampf beendest und das, was ist, annimmst, breitet sich Frieden aus.

Der zweite Schritt

Der zweite Schritt

Die Bereitwilligkeit alles zu fühlen und zu erfahren. Annehmen, was jetzt ist.

2) Die Realisierbarkeit der Freiheit erkennen

Viele Menschen sind auf der Suche. Der Traum von der Freiheit und das innere Wissen, dass es ein Zuhause-Ankommen für den Menschen gibt, ist so alt wie die Menschheit selbst. Diese Sehnsucht ist auch der Motor für die Erforschung dieser Erde und des Weltalls. Die Menschen sehnen sich nach dem Mond und meinen das eigene Herz. Sie fliegen zum Mars und suchen das Zuhause nicht im eigenen Innern, das zugleich die Unendlichkeit ist; eine Unendlichkeit, die nicht in Lichtjahren gemessen werden kann.

So alt dieser Traum und dieses Wissen ist, so sehr wurde er immer wieder in weite Ferne gerückt. Viele Menschen leben in dem Glauben, sich in Dutzenden, Hunderten von Leben auf dieser Erde langsam entwickeln zu müssen und der Erleuchtung oder Befreiung entgegenarbeiten zu müssen. Oder sie glauben, Befreiung im Leben wäre gar nicht möglich, sondern erst in einer jenseitigen Existenz nach dem Tode. Immer wieder gab es Lehrer wie den erwachten jüdischen Lehrer aus Nazareth, der lehrte: „Das Himmelreich ist jetzt. Es ist in euch.“1 Und weil er die Sehnsucht der Menschen nach äußerer Freiheit und äußeren Göttern kannte, sagte er: „Ihr werdet das Himmelreich nicht an äußeren Zeichen erkennen.“2 Seine Worte waren: „Ihr werdet Gleiches und Größeres vollbringen als ich.“ Und er fragte: „Heißt es nicht in Eurem Gesetz: Ich habe gesagt, Ihr seid Götter?“3

Es ist jetzt. Es ist in dir. Es hängt nicht von äußeren Umständen ab. Das ist die ewige Wahrheit, die immer wieder gelehrt und immer wieder vergessen wird.

Aber erst, wenn ein Wunsch realisierbar und erreichbar erscheint, mobilisiert er Energie, richtet der Wunsch das Leben auf diese Sehnsucht hin aus. Was soll ein Traum, wenn der Glauben weiter besteht, dass er entweder nur von einer Handvoll Buddhas, vornehmlich angesiedelt im Himalaja, oder - wenn überhaupt - erst nach unzähligen Inkarnationen Möglichkeit wird? Dann wird das Glück in Naheliegendem gesucht. In den letzten fünfzehn Jahren hat sich dieser Traum verändert. Nicht der Wunsch nach Frieden und Freiheit hat sich verändert, denn dieser Traum ist unveränderlich in allen Zeiten und Kulturen. Die Verwirklichung des Traumes ist greifbar geworden. Gegenwärtig hat in vielen Ländern, auch in Deutschland, jeder die Möglichkeit, einen erwachten Menschen zu treffen oder einem erwachten spirituellen Lehrer zuzuhören.

In Amerika kann es dir passieren, dass Du den erleuchteten Lehrern Eli Jackson-Bear oder Gangaji auf einem der Fernsehkanäle begegnest. Das Wissen um das Aufwachen ist auf eine noch nie da gewesene Weise verfügbar geworden. Es gibt sicher mehr als einen Grund dafür, dass heute das Aufwachen nicht nur für einige Wenige, weit entwickelte Menschen, sondern für jeden Menschen möglich ist.

So wird diese grundlegende Transformation für den Einzelnen immer deutlicher realisierbar. Solange Du denkst, dass das Aufwachen für dich in weiter Ferne liegt, setzt Du dich selber zusätzlich in Trance. Der Glaubenssatz des Unerreichbaren wirkt wie eine Suggestion, die deinen Tiefschlaf aufrecht erhalten kann. Erst wenn das Aufwachen für dich realisierbar erscheint, mobilisierst Du die dafür erforderlichen Energien, und beginnst, die Sinnestäuschungen deines eigenen Verstandes zu durchschauen, die Trance zu beenden und Glaubenssätze auszulöschen. Du beginnst, der eigenen Erfahrung mehr zu vertrauen als den Gedanken.

Die inneren Hindernisse sind oft sehr subtil. Vielleicht weißt du, dass das Aufwachen geschieht und auch für dich möglich ist, aber im Inneren bist Du nicht wirklich überzeugt. Vielleicht weißt du, dass es niemand verdienen kann, und dennoch glaubst du, dass Du es weniger verdienst als andere. Oder Du glaubst, es nicht wert zu sein.

Diese tief verwurzelten Glaubenssätze stehen dem Aufwachen im Weg. Es sind fortwährende Suggestionen, die den Schlaf und den Traum aufrechterhalten. Die beiden letzten Torwächter am Tor der Freiheit, so heißt es, sind die Angst und der Zweifel.

Der dritte Schritt

Der dritte Schritt

Die Position des Zuschauers, der Zuschauerin. Du siehst das ganze Drama Deines Lebens.

Der vierte Schritt

Der vierte Schritt

Die Muster deines Lebens verstehen durch das Enneagramm.

Der fünfte Schritt

Der fünfte Schritt

Die Identifikation mit dem Körper beenden.Den Körper durchlässig und energievoll werden lassen.

Der sechste Schritt

Der sechste Schritt

Die Vergangenheit beenden. Sich aussöhnen mit dem, was war.

Der siebente Schritt

Der siebente Schritt

Dem Tod und der Angst begegnen und das entdecken,was keinen Anfang und kein Ende hat.