Die Lehre

Die Lehre der transformativen Spiritualität: Der Weg der inneren Erfahrung

Der spirituelle Weg ist die Reise nach Innen, die Entdeckung des eigenen Selbst. Sie zielt ab auf das vollständige Aufwachen. Es zeigt sich, dass wirkliches und vollständiges Aufwachen immer wieder geschieht und heute für jeden und nicht nur einige Pioniere oder Auserwählte möglich ist. Das ist sehr beglückend. 

Gleichzeitig können wir auch an der Veränderung der Persönlichkeit "arbeiten", quälende Probleme lösen und uns aus blockierenden Verstrickungen lösen. Deswegen ist es gut, wenn das moderne psychologische Wissen  zur alten spirituellen Weisheit hinzukommt.

Heute haben wir Zugang zu den verschiedenen spirituellen Wegen und Traditionen. Wir sehen, was allen gemeinsam ist. Wir beziehen uns auf spirituelle Quellen des Westens und des Ostens: Advaita, die christliche Mystik, das Sufitum, jüdische Mystik und  buddhistische Wege sind die Wurzeln, auf denen unsere Arbeit aufbaut.

Die christliche Mystik und Spiritualität, die sich über zwei Jahrtausende entwickelt hat, enthält einen reichen Schatz an Wissen über die menschliche Seele, über Wachstum und über die Erleuchtung, über das völlige Einswerden mit dem göttlichen Grund, die Vereinigung mit Gott, die "unio mystica". DieWüstenväter, weise Mönche, zogen im dritten und vierten Jahrhundert in Ägypten und Syrien aus den Städten hinaus in die Wüste, um dort den inneren Grund und das Einssein mit Gott zu entdecken.

Ein - wenn nicht der - Höhepunkt christlicher Mystik stellte das Schaffen Meister Eckharts und seiner Schüler, v.a. Johannes Tauler im 14. Jhdt dar. Meister Eckart: Wenn Du nichts hast - also keine eigene Geschichte, keine eigene Identität, wenn Du nichts willst - also Dein eigener Wille, Deine eigenen Wünsche verschwunden sind, und wenn Du nichts weißt - keine Erwartungen hast, und keine Bilder, keine Bilder von Dir und keine Bilder von Gott - dann kannst Du in "die Freude des Herrn eingehen (altertümlich für das Aufwachen), noch ehe meine Predigt zu Ende ist." Johannes Tauler entwickelte in der praktischen Arbeit als spiritueller Lehrer diese Erfahrung des unmittelbaren Aufwachens weiter, jenseits aller Bilder, Vorstellungen und sinnlichen Erfahrungen sich in die Dunkelheit des inneren Abgrundes fallen zu lassen. Jedes Gefühl, das dabei auftaucht, vor allem die Angst, die hochkommt, "wenn es denn recht zugeht" (Tauler), zu fühlen "auszuleiden", wie er sagt, und so immer tiefer in den Abgrund "aufzusteigen".

Gerade hier zeigt sich die Bedeutung der Veränderung der inneren Haltung und das Abenteuer der inneren Selbstentdeckung bis hin in den tiefsten Grund. Diesen "grundlosen Grund", dort wo jeder das Einssein von allem als seine wahre Natur entdecken kann. Diese veränderte Haltung und dieser kompromißloose Weg nach innen sind nicht das Ergebnis von jahrelangem Einüben von Bewußtseinszuständen, und muten uns gerade deswegen als absolut modern, besser als zeitlos gültig, an. Die Erforschung dieser und auch anderer Wege der christlichen Mystik sind ein Bestandteil unserer Arbeit, um dadurch immer mehr Wissen für wirkliche und tragfähige Veränderung zur Verfügung zu haben.

Ramana Maharshi
Ramana Maharshi

Die Lehre der Nicht-Dualität (Advaita) wurde im Westen bekannt durch den größten indischen Weisen der Neuzeit, Ramana Maharshi (1879 - 1950).

Nicht-Dualität bedeutet: Es gibt in Wirklichkeit keine Trennung, das Selbst und das Göttliche sind eins und DAS kann von jedem Menschen, der sich ernsthaft auf die Suche nach der Wahrheit macht, erkannt und realisiert werden, in diesem Leben, jetzt. Darin lag die ungeheure revolutionäre Sprengkraft der Lehre Ramanas, die keine Lehre ist. Er kam nicht aus einer Tradition mit vielen Ritualen, sondern wachte schon mit 16 Jahren radikal, unvergleichlich tief und ohne Einschränkung auf und lehrte deswegen das Aufwachen ganz unmittelbar. "Meine ganze Methode lässt sich zusammenfassen in dem einen Satz: Sei still." In dieser inneren Bewegungslosigkeit, während alle Gefühle und Erfahrungen auftauchen, wird der innere Weg beschritten, immer tiefer, bis zum Grund, bis zur unmittelbaren Erfahrung des Seins, wo erkannt wird: DAS bist Du, Leere, Liebe, Bewusstsein.

Dieser spirituelle Impuls, der von Ramana ausging und ausgeht, hat sich im ganzen Westen verbreitet. Nahezu alle spirituellen Lehrer der Gegenwart beziehen sich direkt oder indirekt auf ihn. Ohne ihn würde auch diese Webseite nicht existieren. Es ist wie ein Feuer, das sich zu einem Flächenbrand ausweitete und dabei ist, immer mehr die ganze Welt zu erfassen.

Eli Jaxon-Bear
Eli Jaxon-Bear

Eli Jaxon-Bear wurde 1947 in New York geboren. Er arbeitete viele Jahre als Therapeut, Lehrer und international bekannter Experte des Enneagramms.

Nach zwei Jahrzehnten spiritueller Suche traf er 1990 seinen Lehrer Sri H. W. L. Poonjaji und erst jetzt war er am Ziel. Er erfuhr die vollständige Selbst-Verwirklichung und hat seitdem sein Leben der Weitergabe der Selbst-Verwirklichung gewidmet. 

Neben vielem anderen machte er der Welt zwei großartige Geschenke: Er entwickelte die spirituelle Arbeit mit dem Enneagramm, das dadurch ein machtvolles Instrument des Aufwachens wurde, und er klärte ganz und gar einzigartig, worin genau der Weg nach Innen besteht: Jenseits des Beobachtens (in der Meditation) und jenseits des Ausagierens und des "Bearbeitens" in der westlichen Psychotherapie der Weg der unmittelbaren Erfahrung, indem der Mensch sich jedem Gefühl und jeder inneren Erfahrung öffnet und vollständig hingibt. Dieser Weg führt die den Menschen bis in den tiefsten Abgrund und dadurch in seinen wirklichen und tragenden Grund.

Sri H.W.L. Poonjaji
Sri H.W.L. Poonjaji

Sri H.W.L. Poonjaji (1910 - 1997),

der bedeutendste erleuchtete Schüler Ramanas, verkörperte und lehrte diese Möglichkeit der Selbst-Verwirklichung in diesem Leben. Seine wichtigsten und bekanntesten Schüler im Westen sind Gangaji, die Nachfolgerin Poonjajis, und Eli Jaxon-Bear.