Offener Brief

Viele von euch haben den Konflikt mit Angelika Winklhofer mitbekommen, viele hatten den Wunsch, diesen Konflikt  genauer zu verstehen. Für Christian war es wichtig, ihn nicht unter den Teppich zu kehren; für eine Organisation hat es genauso schlechte Wirkungen wie für eine Einzelperson, wenn ein Konflikt verleugnet und verdrängt wird.

Weil Angelika Winklhofer jetzt existentielle Drohungen mit dem Versuch der Erpressung nicht nur gegen Christian, sondern auch einige Mentoren richtet, hat Christian einen offenen Beruf an Angelika Winklhofer geschrieben, wenn sich daraus Fragen ergeben, bitte richten an info@zeitundraum.org.

 

Christian Meyer

Ein offener Brief an Angelika Winklhofer                  17. Mai 2018

 

Die Auseinandersetzung über die Kosten deiner Seminare hat eine unerträgliche Zuspitzung erreicht: Du erpresst mich mit erpresserischen Drohungen gegen mich selbst und gegen andere, wenn ich meine Forderung, dass du die von dir verursachten Kosten selbst trägst, nicht fallen lasse. Jahrelang hast du Seminare durchgeführt, für die ich, zeit-und-raum und das Karen-Horney-Institut den größten Teil der Kosten deiner Seminare in Wien und München und praktisch die gesamten Kosten deiner Seminare in Berlin getragen haben. Woher nimmst du den Anspruch, dass ich jahrelang die Kosten zu tragen habe für die von dir durchgeführten Seminare, während du die gesamten Einnahmen nimmst?

Bis zum Schluss hast du mich über die tatsächliche Teilnehmerzahl getäuscht, aus welchem anderen Grund, als dich den Kosten zu entziehen. Du hast mich Glaubens gelassen, es wäre nicht mehr als 10-15 Teilnehmer. Durch Zufall habe ich dann erst im Januar dieses Jahres von anderen die tatsächliche Teilnehmerzahl von 40-50 erfahren.  Nur weil ich glaubte, dass es so wenig Teilnehmer seien, habe ich immer wieder mit dir zu überlegen versucht, was wir denn noch tun können, damit mehr Menschen deine Seminare besuchen. So habe ich dir unter anderem vorgeschlagen, ein Seminar zum Familienstellen mit dir zusammen machen, damit die Leute dich kennen lernen und dann auch zu dir kommen. Ich dir oft angeboten hab, dich dadurch zu unterstützen, dass ich ein Buch mit dir zusammen über Familienaufstellungen schreibe, damit du bekannter wirst und mehr Leute in deine Seminare kommen.
Du weißt, dass ich im Oktober letzten Jahres mit einem namhaften Verlag über dieses Buch einen Vertrag abgeschlossen hatte. Du hast die ganze Zeit meinen Vorschlägen zugehört und verschwiegen, dass deine Seminare mit 40-50 Teilnehmern mehr als voll waren und gar nicht mehr Werbung nötig gewesen ist. Du wusstest, dass ich die Kosten für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung deiner Seminare nur dann tragen wollte, wenn die Teilnehmerzahl sehr gering ist, also 10-15 Teilnehmer nicht übersteigt aber doch nicht, wenn im Seminar 40 oder 50 Teilnehmer sind, deine einzigen Kosten 250 € Miete sind und du mich sogar die Mitarbeiterin von zeit-und-raum bezahlen lässt, die du für die Organisation und Abrechnung deines Seminars einbestellst. Du hast Harald angewiesen, für deine eigenen Seminare „die Werbetrommel zu rühren“.

Und es werden immer neue Tatsachen über dein Vorgehen bekannt. Du und ich hatten eine gemeinsame Webseite zum Enneagramm, die zeit-und-raum initiiert und für mehr als 6000 Euro erstellen lassen hat.  Du hast dich an den Kosten nicht beteiligt.  Wir hatten beide den Zugang zu der Webseite. Ohne irgendeine Absprache hast du im Sommer 2017 eigenmächtig das Passwort geändert und uns widerrechtlich den Zugang zu unserer Webseite bis heute genommen. Wir haben die Webseite bezahlt, und nur du kannst auf der Webseite deine Seminare einstellen, ich nicht. Das ist Diebstahl.

Du hast dich der Zahlung einer Werbeanzeige für dein Familienstellen-Seminar in Österreich dadurch entzogen, dass du Harald gegenüber behauptet hast, die hättest du mit mir schon beim Enneagramm-Seminar verrechnet. Das war frech gelogen. Harald hat dir natürlich geglaubt.

Du hast eine unerträglich beleidigende E-Mail über mich verbreitet, indem du mich auf das übelste beschimpfst und schlecht machst. Mit mir bizarren Vorwürfen, darunter auch,  ich würde mit den Menschen „Gehirnwäsche“ machen, ich würde ihnen „Erleuchtung versprechen und im Gegenzug lebenslange Gefolgschaft verlangen.“ Es muss dir doch klar sein, dass du dich strafbar machst, wenn du mich als Person diffamierst, „ohne dass die Auseinandersetzung in der Sache im Vordergrund steht“, wie es in der Rechtsprechung heißt. Indem du schreibst, dass du dich zur Sache gar nicht äußern willst, stellst du in der E-Mail ja von vornherein klar, dass es dir nur um die Diffamierung meiner Person geht. Du schreibst über meine Argumente, die du allerdings als „Hasstiraden“ diffamierst: „Es ist mir aber aus verschiedenen Gründen kaum möglich, dem etwas entgegenzusetzen.“ Was willst du dem auch entgegensetzen, dass ich allein in den letzten drei Jahren für deine Seminare – wir haben die Zahlen der letzten drei Jahre sehr genau ausgewertet – mehr als 50.000 € bezahlt habe? Die Zahlen davor sind schwieriger, zumal du uns, soweit du konntest den Zugang zu unseren Daten versperrst, indem du rechtswidrig gemeinsame Passwörter änderst. Deine Seminare waren die ganze Zeit Bestandteil des zeit-und-raum-Programms und waren Teil der Fortbildung des Karen-Horney-Institutes, deswegen haben wir selbstverständlich das Recht, Zugang zu den Daten dieser Seminare zu haben.

Ich selbst und andere haben dich seit Anfang November aufgefordert, dich mit mir an einen Tisch zu setzen, auch mit einem außenstehenden Mediator, und einen Weg zu einer Lösung zu finden. Wieso lehnst du das ein ums andere Mal kategorisch ab? Zuletzt hat mein Rechtsanwalt dich zu einem außergerichtlichen Gespräch aufgefordert. Er hatte aber auch geschrieben, dass du dich des Betruges und der Verleumdung strafbar gemacht hast.

Jetzt greifst du zu erpresserischen Drohungen.
Du drohst, wenn ich meine Forderungen nicht zurückziehe, wenn ich, „meine Füße nicht still halte“, wie du dich ausdrückst, dass du dann nicht nur mir, sondern gleichzeitig Menschen, die mir nahe stehen, schweren Schaden zufügen wirst. Du drohst ihnen, ihre berufliche Existenz zu ruinieren. Einige von ihnen können nachts aus existentieller Angst nicht mehr richtig schlafen. Es muss dir doch klar sein, dass du dich nicht nur wegen des Betruges und der Verleumdung strafbar machst, sondern jetzt auch wegen der Erpressung schon strafbar gemacht hast. Nicht nur Erpressung, sondern schon der Versuch der Erpressung ist strafbar.

Du glaubst offensichtlich, ich hätte keine andere Wahl, als meine Forderungen zurückzunehmen, weil du dann anderen Menschen schadest. Du weißt nicht, dass ich mich niemals erpressen lasse. Ich könnte mir fortan nicht mehr selbst ins Gesicht sehen, wenn ich mich mit meinen berechtigten Forderungen einer Erpressung gebeugt hätte. Mir käme es wie ein Verrat an der Wahrheit vor. Ich wäre von dir erpressbar für immer. Das werde ich unter keinen Umständen zulassen. Du glaubst vielleicht, du könntest deine Drohungen anonym wahrmachen, ohne dass man dich als Urheberin nachweisen könnte. Das würde dir nichts nutzen, weil du dich bereits durch die  Drohung, also den Versuch einer Erpressung strafbar gemacht hast, egal ob du die Drohung auch in die Tat umsetzt oder nicht oder die Drohung in die Tat umsetzt und behauptest, du wärst es nicht gewesen.

Ich fordere dich auf, mit diesen erpresserischen Drohungen gegen mich und andere sofort aufzuhören und die Drohung zurückzunehmen. Auch in deinem eigenen Interesse, denn sich wegen Erpressung strafbar zu machen, ist schlimm.

Ich fordere dich auf, auf meine berechtigten Forderungen einzugehen. Ich fordere dich auf, die Kosten die deine Seminare verursacht haben, an denen du eine Menge verdient hast, selbst zu bezahlen und dich nicht von mir aushalten zu lassen. Ich fordere dich auf, die Sache zu klären, indem du dich mit mir zusammen und einem Mediator oder auch deiner Anwältin an einen Tisch setzt, um zu verhandeln und eine Lösung zu finden.

Zum Schluss ein Satz zu der Frage, warum ich diesen offenen Brief schreibe: ich hab mich mit mehreren Menschen, deren Urteil ich sehr schätze, darüber beraten, und alle waren sich mit mir einig: der beste Schutz gegen die Drohungen und die Erpressung besteht darin, wenn möglichst viele Menschen davon wissen. Denn wenn du deine Drohungen in die Tat umsetzen würdest, wissen alle, dass der einzige Grund dafür Erpressung ist. Wo jeder vernünftige Mensch eine Verhandlung und ein Gespräch zu dritt fordern würde, greifst du zu Erpressung. Dass du weißt, dass alle das wissen, ist das einzige, was ich in der Hand habe, um mich und die anderen von dir bedrohten Menschen zu schützen. Das einzige, was dich von der Realisierung der Drohung abhalten kann. Wegen der Erpressung auf meine Forderungen verzichten, das werde ich nicht tun.

Christian Meyer